Antwort auf Hans Winklers Debatte in der Kleinen Zeitung vom 11.10.

11 Okt

Hans Winkler hat recht, wenn er sagt, dass angesichts der Flüchtlingstragödien ein schlechtes Gewissen nicht hilft. Vielmehr helfen könnte ein genaueres Hinsehen an die derzeitigen Zustände auf der Welt und die auch nicht ansatzweise vorhandene Umverteilung des Wohlstandes in globaler Sicht. Helfen könnten ein Stopp der massiv subventionierten EU Agrarprodukte nach Afrika welche den dortigen Produzenten die Lebensgrundlage nimmt. Helfen könnte auch eine massive Hilfe in den Flüchtlingslagern rund um die Krisenstaaten. Ein selbstbeweihräuchertes Aufnehmen von 500 ausgewählten Personen, ist  keine effiziente Hilfe und all den nicht ausgewählten Menschen gegenüber extrem ungerecht. Helfen könnte auch ein Verbot der Spekulation auf Grundnahrungsmittel, denn was im Mittelmeer passiert ist nur ein Millionstel des afrikanischen oder weltweiten Elends. Es wird uns (den Industriestaaten) auch kein schlechtes Gewissen helfen, wenn wir den Folgen des Klimawandels ins Gesicht sehen müssen welcher bereits Mitverursacher des Flüchtlingsstrom ist. Hans Winklers Sicht in seinem Kommentar ist ein Achselzucken. Europa ist nicht an allem Schuld was in den Krisenregionen passiert, jedoch kann man mit gutem Gewissen behaupten, dass wir durch unseren Lebensstil vielen afrikanischen Menschen das Essen vom Teller stehlen um es bei uns wegzuwerfen oder unsere Autos damit anzutreiben.

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