Archiv | September, 2014

Scharia in Mitteleuropa

6 Sep

Meldungen wie jene in verschiedenen Medien vom 6.9. über eine Gruppe Menschen, die eine Schariazone in mitten Europa fordern, lassen aufhorchen. Kann es sein, dass wir gerade etwas verschlafen, oder dies schon längst verschlafen haben? Angesichts der Meldung aus der englischen Stadt Rothenham in welcher massive Missbrauchsfälle nicht geahndet worden waren – unter Anderem auch aus Angst als Rassisten gelten – muss eine klare Linie zwischen der Verteidigung unserer Werte und krankhafter Phobie gezogen werden. Europa muss seine Werte, nämlich Trennung von Staat und Religion und die Einhaltung der Menschenrechte ernst nehmen und beispielhaft pflegen.
Wir haben sonst keine Antworten auf den Zulauf zu radikal islamistischen Gruppen. Der derzeit in Europa praktizierte Neoliberalismus, der menschenverachtende Bankpraktiken und Wirtschaftssysteme rettet, während Massenarbeitslosigkeit und Perspektivenlosigkeit von Millionen Menschen steigt kann einer solchen Radikalisierung nichts entgegenhalten. Menschen ohne Hoffnung sind ideale Opfer von extrmistischen Gruppen, denn sie haben so oder so nichts zu verlieren. Während wir gemäßigte Muslime verstärkt integrieren und ihnen eben nicht unsere xenophobe Abneigung in den Weg legen sollten, müssen wir andererseits neue Definitionen zwischen falsch verstandener Toleranz und der Verteidigung unserer Meinungs-, Glaubens-, und anderer Freiheiten finden. Dieser Weg ist wie so vieles in der EU überfällig. Zuviel sind wir noch mit uns selbst beschäftigt, während rundherum und innerhalb der EU problematische Entwicklungen rasant fortschreiten.