Pflegedebatte in Kärnten(insbesondere im Radio)

23 Mai

Diese Sendung zeigte eindrücklich, wie groß die Ratlosigkeit angesichts des drohenden Pflegenotstandes ist. Abgehobenes Gerede von zum Beispiel ,, freiwilligen Helfern“ oder der Akademisierung des gehobenen Dienstes der Gesundheits -und Krankenpflege wurden von den Verantwortlichen alibihaft angesprochen um ja keine Antworten die aktuellen Probleme geben zu müssen. Diese sind unter anderem: der Überschuß an Pflegebetten in Kärnten, die eklatante Ungleichheit der Bezahlung zwischen Pflegepersonen der Kabeg und anderen Betreibern und die Aussichtslosigkeit Pflegeheime gewinnbringend betreiben zu können. Besonders die letzten beiden Punkte haben massive Auswirkungen auf das Personal in gewinnorientiert ausgerichteten Einrichtungen. Der Spardruck steigt erstens kontinuierlich und wirkt sich auf die verfügbare Zeit, die Pflegepersonen für ihre Pflegeempfänger haben negativ aus. Zweitens verusachen die ungleichen Arbeitsbedingungen eine Personalfluktuation in Richtung Kabeg. Bereits jetzt ist die Arbeitssituation so, dass Qualitätsoffensiven, wie die von der Sozialreferentin Prettner angesprochene Selbstbewertung, in Pflegeheimen müdes lächeln auslösen. Die aus diesem Prozess gewonnenen Erkenntnisse umzusetzen wird leider nicht möglich sein. Wir arbeiten derzeit schon unseren Berufspflichten hinterher und dieses sehr oft in unserer Freizeit. Pflegepersonal wehrt sich traditionell nicht, denn das widerspricht dem Berufsverständnis und es hat keine Lobby. Leider ist der Pflegeberuf- besonders in Pflegeheimen – wie in der Kleinen Zeitung diese Woche zitiert – nichts als ,,Blut, Schweiß und Tränen“. Dass Fr. Dr. Prettner dies nicht wahrhaben will ist verständlich. Leider macht sie sich etwas vor.

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